Kindle Touch Test: E-book Reader-Check & alles Wichtige in Kürze

In den USA ist der neuste E-book Reader des Online-Händlers Amazon schon seit einigen Monaten erhältlich. Nun allerdings hat es der Kindle Touch auch über den großen Teich nach Deutschland geschafft. Erhältlich ist dieser dabei in zwei Varianten. Zum einen in der Standart-Version mit WiFi für ca. 130 Euro und dann noch als Kindle Touch 3G (WiFi + 3G) für ca. 190 Euro. Amazon wirbt damit, dass bis zu 3000 Bücher auf dem Gerät gespeichert werden können, das nicht nur dünner als eine Zeitschrift ist sondern auch leichter als ein Buch. Was der E-book Reader sonst noch so alles kann und wie gut er wirklich ist erfahrt ihr in dem folgenden Kindle Touch Test-Spiegel.

Die wichtigsten Details zum Kindle Touch (3G):

Wie der Name schon andeutet unterscheidet sich der Kindle Touch von seinem Vorgängermodell vor allem durch die Tatsache, dass das Display nun gleichzeitig ein Touchscreen ist und somit Knöpfe zur Bedienung der Vergangenheit angehören. Die auffälligste Änderung betrifft deshalb auch das „Umblättern“ der virtuellen Seiten. Statt wie bisher per Knopfdruck muss der Nutzer nun mit dem Finger einfach (vertikal) über das Display „wischen“ um zur nächsten Seite oder wahlweise auch zum nächsten Kapitel (senkrechtes Wischen) zu gelangen.

Auch surfen ist mit dem E-book Reader möglich. Allerdings wird dabei schnell deutlich, dass das E-Ink-Display nicht unbedingt hierfür ausgelegt wurde, da die grafische Darstellung der aufgerufenen Seiten eher zu wünschen übrig lässt. Selbiges gilt auch für das Abspielen von MP3-Dateien. Technisch zwar möglich, aber mit einem normalen MP3-Player wesentlich besser. Man kann beide Funktionen also getrost als nettes Extra betrachten.

3G oder nur WiFi?

Wer sich die Frage stellt ob er sich lieber die 190 Euro teure Variante des Kindle Touch zulegen soll oder doch die günstigere für ca. 130 sollte sich die Frage stellen, ob er auch unterwegs gedenkt häufig Bücher herunter zu laden. Während nämlich für die WiFi-Variante der Zugang zu einem WLAN-Spot benötigt wird geht dies bei 3G auch ohne. Um auf den Ebook-Store zugreifen zu können brauch es dabei noch nicht einmal einen Mobilfunkvertrag. Auch die Verbindung selbst ist in diesem Fall kostenlos. Bestellt man sein E-reader dabei direkt über sein Amazon-Konto wird der Kindle Touch zudem dementsprechend schon vor der Auslieferung mit dem jeweiligen Amazon-Konto verbunden, so, dass keine weiteren Einstellungen mehr notwendig sind.

Kindle Touch Test-Spiegel:

Der Kindle Touch wird von den Experten fast durchweg gelobt und von vielen sogar als der aktuell beste E-book Reader auf dem Markt bezeichnet. So schreiben zum Beispiel die Kollegen des Magazins Chip in ihrem Test über den Kindle Touch: „Der derzeit beste Ebook Reader mit Spitzen-Bildqualität, großartiger Akkulaufzeit, direkter Shop-Anbindung und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis“, womit das Gerät in ihrer Rangliste sogar auf Platz 1 landet. Einzig die Tatsache, dass der Reader das Format ePub nicht unterstützt wird etwas kritisch gesehen.

Auch die Kollegen des Online-Magazins Netzwelt finden, dass „der Kindle Touch von Amazon […] in fast allen Punkten überzeugt.“ Dies gilt ihrer Meinung nach dabei vor allem für die „einfache“ und „innovative“ Bedienung des Touchscreens und die vorteilhafte „Anbindung an die Cloud und das Amazon-Konto“. Ebenfalls bemängelt wird von ihnen jedoch die „fehlende Unterstützung des EPUB-Formats“, wodurch man „stark auf das E-Book-Angebot von Amazon angewiesen“ ist, sowie „das Lesen von PDF-Dateien“, das sich als etwas umständlich gestaltet. Dies liegt an der Tatsache, dass PDF-Dokumente auf DIN A4 ausgelegt sind und erst an die Größe des Display angepasst werden müssen.

„Endlich“ jubelt gar die Online-Ausgabe von Focus in ihrem Kindle Touch-Test und wundern sich dabei, warum der E-book Reader nicht schon früher auf den Markt gekommen ist. Zwar empfinden sie die Touch-Funktion als etwas gewöhnungsbedürftig, insgesamt aber überzeugt auch sie die neue Version des Kindle.

Kindle Touch Test-Fazit:

Viel kann man scheinbar mit dem Kindle Touch nicht falsch machen. Zwar gibt es nicht allzu viele innovative Neuerungen, insgesamt wurde der E-book Reader von Amazon aber laut zahlreicher Experten sinnvoll weiter entwickelt. Gerade der Touchscreen und die komfortable Shop-Anbindung wurden dabei in zahlreichen Tests hervor gehoben. Die gute Lesbarkeit – selbst bei Sonnenschein -, bot ja bereits der Vorgänger und funktioniert auch beim Kindle Touch offenbar bestens. Ob man sich nun eine 3G-Version zulegen soll oder die WiFI-Variante völlig ausreicht muss hingegen jeder selbst wissen. Gerade für Vielreise dürfte aber der Kindle Touch 3G deutlich attraktiver sein.