Fujifilm FinePix Z900 EXR Test: Bildqualität, Besonderheiten & Co

Fujifilm Finepix F550 EXR Test

Fujifilm Finepix F550 EXR

Für den Fujifilm FinePix Z900 EXR Test kam eine stilbetonte Kompaktkamera der Mittelklasse zum Einsatz. Mit einem Preis von rund 230 Euro belegt sie den Spitzenplatz in Fuji´s ‚Z‘-Reihe. Mit einer minimalen Anzahl von physischen Tasten und einem großzügigen 3,5-Zoll Touchscreen spricht diese 16 Megapixel Kompaktkamera zweifellos junge auf das Smartphone versierte Gelegenheitsfotografen an, die auf der Suche nach etwas mehr sind, als die in aktuellen Smartphones verbauten Kameras leisten können. Auf dem Papier scheint die Z900 die richtigen Attribute zu haben. Sie ist elegant, stilvoll und packt reichlich Auflösung in das solide Gehäuse. Hinzu kommen einige einzigartige Aufnahmemodi, solide Funktionen für die Filmaufnahme und einige interessante Slow-Motion-Capture Modi. Doch die nähere Betrachtung zeigt, dass die Z900 nicht ohne Probleme ist.

Was hat die Fujifilm FinePix Z900 EXR zu bieten?

Fujifilm Finepix F550 EXR Test

Fujifilm Finepix F550 EXR

Eine deutliche Schwachstelle der Kompaktkamera im Fujifilm FinePix Z900 EXR Test war die Akkuleistung. Der mitgelieferte 720 mAh Li-Ionen-Akku entleerte sich besonders schnell, wenn die Einstellungen oft geändert und die mit der Kamera aufgenommenen Bilder überprüft wurden. Bei einer derart intensiven Nutzung reichte die Energie des Akkus kaum für drei Stunden aus. Wer seine Kamera allerdings nur für gelegentliche Schnappschüsse einsetzt und die Beurteilung der Fotos auf den heimischen PC verlagert, wird wahrscheinlich kaum Energieprobleme bekommen. Damit zeigte sich erneut, an welche Zielgruppe diese Kompaktkamera gerichtet ist. In letzter Zeit wurden so viele 16-Megapixel Kompaktkameras auf den Markt gebracht, dass im Fujifilm FinePix Z900 EXR Test der Ratschlag wiederholt wurde, den zuvor schon zahllose andere Digitalkamera-Rezensenten an die Hersteller gerichtet haben. Mit ihren kompakten 1/1.2 Zoll Sensoren sollten die Hersteller sich auf eine überschaubare Auflösung von zehn bis zwölf Megapixel beschränken und sich eher auf andere Aspekte der Bildqualität als auf die Auflösung konzentrieren. Mit anderen Worten, es macht nicht viel Sinn, die Bilder bis ins Poster-Format zu vergrößern, wenn alles, was dabei zutage tritt, die Effekte der übereifrigen Bildverarbeitung, der großflächigen JPEG-Komprimierung und der Rauschunterdrückung sind. Sicherlich ist es besser, die physische Größe der Bilder zu reduzieren und dafür natürlichere Schnappschüsse zu erhalten.

Fujifilm Finepix F550 EXR Test

Fujifilm Finepix F550 EXR

Wenn die Fotos der Z900 bei 100 Prozent ihrer Größe betrachtet wurden, waren die verschmierten Details und die wie aufgemalt wirkenden Effekte nicht zu übersehen. Eine Kompaktkamera mit einem Sensor dieser Größe kann in der Disziplin „Auflösung“ eben keine Wunder vollbringen. Es ist auch erwähnenswert, dass die Verwendung eines gefalteten Linsen-Designs zwar dabei hilft, die Kompaktkamera klein und tragbar zu halten, allerdings gibt es dadurch einen Verlust an Bildqualität, speziell bei der Schärfe. Es war zwar nicht so, dass alle Bilder aus der Z900 inhärent oder verschwommen gewesen wären, aber die „Trefferquote“ für das, was im Fujifilm FinePix Z900 EXR Test als gestochen scharfe Bilder bezeichnet werden konnte, war deutlich geringer. Besonders dann, wenn die Brennweite tief in das Tele-Gebiet ausgedehnt wurde. Auf der positiven Seite ist das 256-Zonen umfassende TTL-Belichtungsmessungsmodul exakt, konsistent und es entstehen damit Bilder mit einer guten Wiedergabe der hellen Bildbereiche. Besonders dann, wenn die Kamera im Automodus verwendet wurde. Angesichts der Tatsache, dass die Aufnahmemodi ein gutes Verkaufsargument für die Z900 darstellen, sprach beim Test nichts dagegen, diese auch so weit wie möglich zu benutzen. Dabei wurde schnell klar, dass damit Bilder entstanden, die einen viel größeren Kontrast und mehr Lebendigkeit hatten, als die Bilder, die im Programm-Modus geschossen wurden. Wenn der Fujifilm FinePix Z900 EXR Test stellenweise etwas kritisch klingt, muss man dazu betonen, dass die Z900 bei weitem nicht die einzige Kompaktkamera ist, die nicht perfekt ist. Die überwältigende Mehrheit der kompakten Kameras auf dem Markt leidet mehr oder weniger unter genau den gleichen Problemen. Für die überwiegende Mehrheit der Benutzer, die diese Kamera für gelegentliche Schnappschüsse nutzen, ist die Z900 aber in der Lage, eine durchaus akzeptable Bildqualität zu liefern.

Ausblick & Fujifilm FinePix Z900 EXR Test-Fazit

Als Ergebnis für den Fujifilm FinePix Z900 EXR Test lässt sich festhalten, dass sich diese stilvolle, kleine Kompaktkamera solide und gut gemacht anfühlt. Der große 3,5 Zoll Monitor ist klar, scharf und bleibt auch im hellen Sonnenlicht verwendbar. Die Touchscreen-Steuerung reagiert perfekt und durch das neue Icon basierte Menü war es im Test einfach, zu navigieren. Insgesamt bewegte sich die Bildqualität beim Fujifilm FinePix Z900 EXR Test auf einer Stufe mit anderen Kompaktkameras in dieser Preisklasse. Die EXR spezifischen Aufnahmemodi liefern reichlich Kontrast und tragen auch dazu bei, das Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen zu reduzieren. Das Objektiv zeichnet vor allem an den Rändern, in den Ecken und bei maximaler Televergrößerung etwas weich. Unter dem Strich liegt die Z900 mit ihren gezeigten Leistungen im guten Durchschnitt dessen, was in dieser Geräteklasse geboten wird.
Fujifilm Finepix Z900 EXR

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